Ich bin mir dessen bewusst, dass ich den ersten Teil dieses Blogposts mit einer gewagten These beendet habe. In einer Gesellschaft voller „Rückenkranker“ steht man mit dem Blickwinkel, dass Sitzen nicht schwer & anstrengend sein muss, sondern im Gegenteil leicht, mühelos & freudvoll sein kann, relativ oft allein auf weiter Flur.

 

Also wie soll das nun praktisch funktionieren?

 

Meiner Einschätzung nach spielen diverse Faktoren eine Rolle bei der Klärung der Frage, warum Sitzen mehrheitlich als Mühlsal empfunden wird und warum damit einher gehende Rückenbeschwerden mittlerweile das Niveu einer Volkskrankheit erreicht haben. Um allerdings zu verstehen, was viele von uns daran hindert, einfach mühelos und balanciert zu sitzen, so wie wir es als kleine Kinder ganz automatisch getan haben, müssen wir zunächst einige Wechselwirkungen zwischen uns und unserer Umwelt betrachten, die ich im Folgenden als Fallen bezeichne.

Manche davon mögen unbequem oder unschön sein und andere haben auf den ersten Blick überhaupt nichts mit dem Thema Sitzen zu tun. Am Ende werden Sie mir aber möglicherweise dennoch zustimmen (oder zumindest offen für die Möglichkeit sein), dass die Lösung für sitzbedingte Rückenbeschwerden (sowie zahlreiche andere Gesellschaftskrankheiten) tatsächlich nicht dort zu finden ist, wo wir sie für gewöhnlich vermuten würden - in mehr Training, mehr Bemühen oder generell mehr Tun.

 

Falle 1: Schreck als Normalzustand

F.M. Alexander beschrieb in seiner eingangs zitierten Beobachtung hinsichtlich der Einseitigkeit unserer Lebensumstände die direkten Folgen eines historischen Phänomens, das zu diesem Zeitpunkt bereits 150 Jahre andauerte. Ein Phänomen, dass unsere Leben heute, weitere 100 Jahre später, in einem noch viel größeren Maße beeinflußt, als Alexander es zu Beginn des 20. Jahrhunderts überhaupt hätte erahnen können.

 

Gemeint ist die industrielle Revolution. 

 

Was mit Dampfmaschinen, mechanischen Webstühlen und neuen Verfahren der Eisengewinnung losging, setzt sich in Gestalt von Marktwirtschaft, Informationstechnologie, Robotik und globalem Kapitalismus bis heute fort. Wir erleben seither eine anhaltende Technisierung unserer Leben, stets einher gehend mit der Optimierung von Produktionsverfahren und wirtschaftlichem Maximierungsstreben. Wir erleben einen Prozess tiefgreifender und anhaltender Veränderungen, aus dem einerseits Wohlstand, Fortschritt & Überfluss entstehen konnten, der aber auch Beschleunigung, Verdichtung & Leistungsdruck ungeahnten Ausmaßes mit sich brachte.

So werden wir von der „Welt von heute“ unermüdlich dazu angespornt, weiter zu wachsen, dabei schneller, innovativer & schlauer als der Rest zu sein und uns am Markt durchsetzen, um konkurrenz- und überlebensfähig zu bleiben.

Aus biologischer Sicht ist der Mensch eigentlich hervorragend dafür ausgestattet, sich an verändernde Lebensumstände aller Art anzupassen, doch sind 250 Jahre aus dem Blickwinkel der Evolution kaum mehr als ein Wimpernschlag und so kam es, dass ein System, welches die Natur eigentlich zu unserem Schutz in lebensbedrohlichen Extremsituationen ersonnen hatte, unserem heutigen Zeitgeist gemäß einem Dauerfeuer an Reizen ausgesetzt ist und uns unmerklich (und stärker, als die meisten von uns glauben) zum Negativen beeinflusst.

 

Kennen Sie den sogenannten Schreckreflex?

 

Falls der schulische Biologieunterricht zu lange her ist: gemeint ist jener Automatismus, der uns beispielsweise infolge eines überraschend zuknallenden Fensters dazu bringt, den Kopf blitzartig nach hinten und unten zu ziehen, die Schultern zu heben und den gesamten Körper zu versteifen, um uns vor Schaden zu bewahren.

 

Wer aus seinem Alltag Termin-, Leistungs- & Existenzdruck kennt, der kennt vermutlich auch jenes beklemmende Gefühl, dass wir infolge zu früh klingelnder Wecker verspüren, infolge beständig fordernder Kinder, Eltern, Partner, Arbeitgeber oder Kollegen bei zugleich immer engerer Taktung, immer höheren Leistungsdrucks und immer weniger Zeit zum Ausgleich.

Wir kennen dieses Gefühl als negativen Stress, sogenannten „Distress“ und wissen um seine Auswirkungen auf Blutdruck, Atmung, Verdauung und zahlreiche andere Körperfunktionen. Was dabei jedoch meist übersehen wird ist, dass Distress stets auch mit einem subtilen Greifen des Schreckmusters einher geht, was auf Dauer schwerwiegende Folgen für uns hat. Wir finden uns nämlich urplötzlich in einem neuen Spannungsfeld wieder, auf das uns die Evolution nicht vorbereitet hat: während in vergangenen Zeiten auf einen Augenblick des Erschreckens wieder recht bald eine Phase „einfachen lebens“ folgte, kommen viele Menschen heutzutage überhaupt nicht mehr aus ihrem Stress und somit aus dem infolge stetig getriggerten Schreckmuster heraus.

 

Doch was hat das alles mit Sitzen zu tun?

 

Haben Sie bitte noch etwas Geduld ...

 

Falle 2: Loslassen ist keine Selbstverständlichkeit

Unser Körper reagiert auf Schreck unwillkürlich, reflektorisch und immer gleich: er zieht sich zusammen. Am Greifen des Schreckmusters ist grundsätzlich nichts Schädliches und die Natur hat uns so geschaffen, dass auf Zusammenziehen schon bald wieder Loslassen folgt, sodass unser Leben nach einer überstandenen Gefahrensituation wieder ungehindert weitergehen kann.

Der Schreckreflex hat jedoch noch eine weitere Auswirkung: die Kontraktion unserer Muskulatur stört das empfindliche Balanceverhältnis zwischen Kopf und Wirbelsäule, blockiert das Hals-Kopf-Gelenk und beeinträchtigt damit unsere Gesamtkoordination. Die Folgen können Sie bei einem Matador beobachten, der einen um ein vielfaches schwereren Stier an den Hörnern niederringt. Oder bei einem Reiter, der sein Pferd bremst, indem er an den Zügeln zieht. Probieren Sie es selbst aus:

 

Experiment: Machen Sie eine beliebige Geste mit einer Hand und nehmen sie wahr, wie sich diese Bewegung anfühlt. Achten sie darauf, ob ihr Arm leicht oder schwer ist, ob die Gelenke frei oder blockiert sind und ob die Bewegung fließend oder stockend ist. Wiederholen Sie die Geste anschließend, aber spannen Sie diesmal vorher Ihre Beine an. Wie Sie vermutlich feststellen werden, ist die Koordination der Hand leicht eingeschränkt, aber die Bewegungsqualität kommt dem ersten Durchgang immer noch recht nahe. Nun ziehen Sie vorsichtig (!) den Kopf nach hinten und unten in den Nacken und führen Sie die Geste in dieser Haltung ein drittes Mal aus.

 

Was Sie in diesem Augenblick höchstwahrscheinlich wahrnehmen, ist die erwähnte Störung der "Kopf-Hals-Rumpf-Beziehung", welche ihrerseits grundlegend für unsere Balance, Gelöstheit und somit die Qualität sämtlicher Bewegungen ist. Beispielsweise für müheloses, balanciertes Sitzen.

Problematisch wird die Wechselwirkung aus Stress & Greifen des Schreckreflexes dadurch, dass wir das Loslassen mit der Zeit zunehmend verlernen (siehe Falle 3). Wir entwickeln stattdessen sogenannte Haltegewohnheiten, die rasch wieder aus dem Feld unserer bewussten Wahrnehmung verschwinden und fortan im Verborgenen wirken. Nur indirekt spüren wir ihr Echo in Form von Schmerzen oder anderen Störungen.

 

Falle 3: Was immer wir tun, ist normal für uns

Unser Körper & Verstand orientieren sich beide gleichermaßen an muskulärer Erfahrung. Der zugrunde liegende Mechanismus - die Feedbackschleifen aus Muskelspindeln, Nervensystem und Gehirn - ist von der Natur grundsätzlich genial durchdacht. So können wir uns bereits nach einmaliger Ausführung einer Aktivität an der gefühlten Erfahrung orientieren und den Vorgang in ähnlicher Weise reproduzieren. Aus mehrmaliger Wiederholung entsteht schon bald eine Gewohnheit, die als neu erlernter Teil unseres Handlungsrepertoirs von nun an im Hintergrund abläuft und uns nicht mehr vom Hier & Jetzt ablenkt.

 

„Eigenartige Dinge, diese Gewohnheiten - die Leute selbst wissen nie etwas davon, dass sie sie besitzen.“ (Agatha Christie)

 

Wenn unser inneres Koordinationssystem chronisch gestört wird, weil unsere Lebensumstände ständig unser Schreckmuster befeuern, geraten wir zunehmend in einen Teufelskreis: je mehr wir gezwungen sind, das immer Gleiche zu tun, umso achtloser werden wir für uns und den gegenwärtigen Augenblick. Wir werden achtlos für das, was wir gerade tun und vor allem dafür, wie wir es tun. Stattdessen schweifen wir ab und flüchten uns in Tagträume, hängen der Vergangenheit nach oder plagen uns mit Zukunftsängsten. Unsere Psyche leidet und dreht sich zusehends um sich selbst, während wir schleichend die Beziehung zu unserem Körper verlieren. Wir vergessen förmlich, wie etwas so simples und natürliches wie Sitzen funktioniert und das, obwohl wir als kleine Kinder allesamt Meister darin waren.

Sofern wir an diesem Punkt nicht gegensteuern (mehr dazu im nächsten Blogpost) verstricken wir uns immer weiter im Geflecht unserer eigenen Gewohnheiten und halten uns entweder mit aller Kraft aufrecht,  ergeben uns dem Kollaps oder ziehen uns im wahrsten Sinne des Wortes aktiv selber runter.

Wir überhören immer mehr die subtilen Warnhinweise unseres Körpers, denn unser Anpassungssystem reagiert aufgrund seiner evolutionären Beschaffenheit bei jeder Veränderung weiterhin so, als wäre diese nur von vorübergehender Dauer: wir passen uns - vermeintlich immer nur für kurze Zeit - an den aktuellen „Ausnahmezustand“ an und speichern unwissentlich und unwillentlich immer ungünstiger werdende Muster stetig aufs Neue als „normal“ ab.

Im Laufe dieses Prozesses verlieren wir immer mehr den Kontakt dazu, was tatsächlich gut für uns wäre und blenden parallel immer mehr aus, was wir gerade eigentlich tun. Oft bis zu dem Punkt, an dem unser Schmerz, die Hilferufe unseres Körpers und die Alarmzeichen unserer Psyche so laut werden, dass wir sie nicht mehr überhören können. An diesem Punkt fühlt sich allerdings bereits vieles, das schlecht für uns ist, normal und somit richtig an und vieles, das gut für uns wäre, empfinden wir auf schwer greifbare Weise als falsch.

 

Falle 4: Was die anderen tun, ist ebenfalls normal für uns

Wir haben es beim Themenfeld „Sitzen & Rückenschmerz“ zusätzlich mit einem Massenphänomen zu tun. „Rücken haben“ ist ein gängiges Gesprächsthema und sich über Gott und die Welt zu beklagen gehört vielerorts zum „guten Ton“. So erleben wir andere Menschen in ihrem Tun und registrieren dort möglicherweise die gleiche Starre, das gleiche Kollabieren oder Ausweichen, die gleichen Verdrehungen und Verzerrungen, doch wir verhalten uns unbewusst entweder genauso oder exakt gegenteilig (was letztendlich egal ist, denn beides beschert uns gleichermaßen neue Probleme).

Alexander-Kollege und Autor Peter Nobes bezeichnet unsere Art, auf unser soziales Umfeld mit körperlichen Haltungsveränderungen zu reagieren, als „fehlerhaftes Selbstbild-Syndrom“: wir halten uns auf eine bestimmte Art, weil wir uns davon einen bestimmten Effekt erhoffen.

Vielleicht denken wir, wir seien zu groß und ziehen den Kopf ein, um weniger aufzufallen? Vielleicht hassen wir unsere übertrieben lockeren Hippie-Eltern und versteifen uns im Glauben, so rechtschaffener und seriöser zu wirken? Vielleicht schieben wir Brust oder Hüfte vor, um cooler (und somit weniger angreifbar) zu wirken? Vielleicht setzen wir auch einen fürchterlich strengen Blick auf, weil wir glauben, so aufmerksamer und konzentrierter zu erscheinen oder wir laufen auf eine bestimmte Art, um zu verhindern, dass wir so rüberkommen, wie wir auf gar keinen Fall rüberkommen möchten?

Die infolge all dieser Gedanken (die zumeist Fehlannahmen darstellen, da wir fast immer anders wirken, als wir es glauben oder beabsichtigen) entstehende widersprüchliche "Körperkomposition" aus Kollaps, Zusammenziehen und übertriebenem Bemühen ist allgegenwärtig zu beobachten, auch beim Sitzen. Und sie ist anstrengend!

 

Raten Sie mal, was dadurch getriggert wird und wie unser Körper reagiert?

 

So haben wir Rückenschmerzen vom vielen Sitzen, Nacken- oder Kopfschmerzen vom vielen Schreiben am PC, Knieprobleme vom vielen Treppensteigen oder Depressionen vom vielen Stress - doch die haben die anderen ja auch. Wir sind erschöpft und gehen stets aufs Neue über unsere Grenzen hinweg - doch das tun die anderen ja auch. Also warum etwas ändern ... ?

 

Falle 5: "Einmal reparieren, bitte!"

Wenn unser Leidensdruck zu groß wird, ziehen wir üblicherweise irgendwann doch noch los, um uns Hilfe zu suchen. Dabei stolpern wir unter Umständen über ein weiteres, kulturell tief verankertes Problem: die Bedienmentalität der westlichen Medizin. Anstatt selber aktiv zu werden, gehen wir zur Physiotherapie, lassen uns Massagen verschreiben oder fahren in Kur. Wir gehen zum Akupunkteur, Chiropraktiker oder Osteopathen und legen uns im schlimmsten Fall sogar „unters Messer“ - doch das Beste was wir oft daraus mitnehmen können, sind Phasen der Beschwerdefreiheit.

 

Wie sollte es auch anders sein? Wie sollen Dritte für uns unsere Probleme lösen, wenn es doch ihre alleinige Aufgabe ist, Symptome zu behandeln?

 

Unter Umständen erhalten wir auch im Beruf Infos zu Ergonomie am Arbeitsplatz und achten zukünftig auf das Verhältnis von Augen zu Bildschirmhöhe, ersetzen die Maus durch einen Trackball, kaufen uns haltungskorrigierende Kleidung oder arbeiten an unserem neuen, höhenverstellbaren Schreibtisch phasenweise im Stehen. Doch unsere Gewohnheitsmuster wirken weiter im Verborgenen und kein noch so ergonomischer Bürostuhl vermag daran etwas zu ändern.

 

Falle 6: "Ich schaffe das schon!"

Wenn wir zu jenem Typ Mensch gehören, der die Lösung seiner Probleme in Eigenverantwortung sucht, so ist dies grundsätzlich löblich, doch stolpern die meisten von uns auch hier über eine weitere, tief verinnerlichten Prägung: wir bemühen uns!

 

„Ohne Fleiß kein Preis! Von nichts kommt nichts!“

 

So wurden wir mehrheitlich erzogen, so sind wir sozialisiert und so definieren wir gesamtgesellschaftlich die Grundlagen unseres Miteinanders. Im Sinne harter Arbeit bauen wir also Muskeln auf und gehen zum Rückentraining, um stark genug für den Büroalltag zu sein (oder ihn zumindest weitgehend schmerzfrei zu überstehen).

 

„Gute Haltung ist harte Arbeit!“

 

Das Problem daran ist Folgendes: unsere Muskulatur kann Anweisungen unseres Gehirns nur binär interpretieren, entweder als Loslassen oder als Anspannen. Muskeln können nichts anderes. Wir können also "Lassen" nicht "tun" und jeder Versuch, uns um Loslassen zu bemühen ist von vorne herein zum Scheitern verurteilt. So strampeln wir uns redlich ab, um den Herausforderungen welchen Lebensbereichs auch immer zu trotzen, doch es ist stets nur mehr vom Selben, mehr Tun, mehr „Feuer mit Feuer bekämpfen“.

 

F.M. Alexander beobachtete in diesem Zusammenhang sehr treffend: „Das Gegenteil einer Gewohnheit ist die gleiche Gewohnheit.“

 

 

... und nun?!?

 

Ich hatte Ihnen heute eigentlich einige Details zur Biomechanik des Sitzens versprochen, doch erscheinen mir all diese Informationen ohne praktischen Wert, solange nicht zunächst unmissverständlich klar ist, warum Hinweise zum mechanischen Vorteil des Sitzens auf den Sitzbeinhöckern, dem Kopf als führender Instanz, der sprungfederartigen Beschaffenheit der Wirbelsäule oder den uns innewohnenden Aufrichtungs- & Balancereflexen für sich genommen überhaupt nichts nützen.

Erst wenn wir anzuerkennen bereit sind, dass unsere Lebensumstände einen Tribut fordern, erst wenn wir realisieren, dass viele unserer Beschwerden die Folge einer Kollision zwischen unserer evolutionären Beschaffenheit und unserer kulturellen Prägung darstellen und erst wenn wir begreifen, dass dies keine Frage von Schuld & Sühne, sondern eine des praktischen, konstruktiven und eigenverantwortlichen Umgangs mit unserem Leben ist, dann haben wir eine Chance zu entdecken, welches  Potenzial im Erlernen des „Handwerkszeugs Alexander-Technik“ stecken kann.

Erst dann können wir begreifen, warum ergonomische, anatomische oder biomechanische Informationen völlig nutzlos sind, solange wir uns in ihrer Umsetzung weiterhin auf unsere getrübte Selbstwahrnehmung verlassen. Solange wir uns unbewusst von unseren alten Gewohnheitsmustern steuern lassen und vor allem, solange wir sämtliche Dinge weiterhin von einem Standpunkt des „Tuns“ aus angehen.

 

 

Wie gehen Sie mit den Herausforderungen unserer Welt um und finden Sie sich darin wieder, gewohnheitsmäßig stets mehr zu tun, um Ihre Probleme zu lösen oder es Ihrer Umwelt recht zu machen?

 

Was macht der Gedanke mit Ihnen, dass die Lösung vieler Probleme - inklusive beschwerlichen Sitzens nebst Rückenschmerzen - möglicherweise nicht im „mehr“, sondern im „weniger“ zu suchen sein könnte?

 

Keimt möglicherweise langsam ein Interesse hinsichtlich der Frage in Ihnen, wie wir wieder lernen könnten, grundsätzlich besser im Leben klarzukommen, indem wir wieder achtsamer für unser Hier & Jetzt werden und uns darin üben, Dinge von einem neuen Standpunkt des Nicht-Tuns anzugehen?

 

 

Lesen Sie nächsten Monat gerne weiter mit, wenn ich nach diesem wenig erbaulichen, doch dringend notwendigen „Realitätscheck“ in Teil 3 endlich näher auf die Biomechanik des Sitzens eingehe. Allerdings unter Berücksichtigung der Tücken einseitig-gewohnheitsmäßigen Denkens, unzuverlässig gewordener Selbstwahrnehmung und unserer kulturellen Tendenz, Tun und Bemühen stets als Grundlage unseres Handelns anzunehmen.